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Medienmitteilung der Aktion "Trockene Nächte für tolle Tage"
28. Mai 2002

Aktionsmonat Bettnässen– Ärzte thematisieren ein Tabu

Brig/Wetzikon. Soziale Isolation, Verhaltensstörungen, Versagerängste und schulische Leistungsschwäche können Folgen sein, wenn Bettnässer keine ärztliche Betreuung erhalten. Dabei wäre in den meisten Fälle rasche Abhilfe möglich. Für die verschiedenen Ursachen des Problems gibt es nämlich geeignete Behandlungsmethoden. Um das Tabu und seine Konsequenzen zu thematisieren, rufen die beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. med. Stephan König aus Brig und Dr. med. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon zum Aktionsmonat auf. Den Abschluss bildet ein Event im Verkehrshaus Luzern am 26. Juni.

80’000 Kinder und deren Familien und immerhin noch 1 Prozent der Erwachsenen leiden in der Schweiz unter der Enuresis nocturna (Bettnässen). Das nächtliche Einnässen ab 5 Jahren zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen von Heranwachsenden. Dennoch sucht und erhält leider nur ein kleiner Teil der Betroffenen professionelle Hilfe. Der Irrglaube, dass Bettnässen grundsätzlich psychisch verursacht sei, ist immer noch weit verbreitet und trägt mit zur Tabuisierung des Themas bei. Dabei liegt dem Problem in über 80 Prozent der Fälle eine Reifungsstörung zugrunde. Die wenigsten Eltern, geschweige denn die Kinder trauen sich aber, offen über das Problem zu sprechen oder einen Arzt zu konsultieren.

Viele Familien wissen deshalb nicht, dass Bettnässen heutzutage in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Statt dessen hoffen sie, dass sich das Problem irgendwann von selber löst. Wird die Enuresis aber nicht behandelt, können Isolation, Verhaltensstörungen, Versagerängste und schulische Leistungsschwäche die Folge sein.

Um dem Tabu und seinen schwerwiegenden Folgen entgegen-zutreten, haben die beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. med. Stephan König aus Brig und Dr. med. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon nun die Initiative ergriffen. Während eines Monats – bis zum 26. Juni 2002 – streuen sie in möglichst vielen Medien und Informationskanälen die Botschaft, dass die Eltern betroffener Kinder unbedingt einen Arzt konsultieren sollen, um schlimmere Folge zu vermeiden.

Zum Abschluss des Aktionsmonats findet im Verkehrshaus Lu-zern am 26. Juni eine Veranstaltung statt unter dem Motto «… und endlich reden wir darüber!». Dort sollen sich Interessierte und Betroffene untereinander austauschen und Möglichkeiten diskutieren, wie das Tabu, das auf dem Thema lastet, gebrochen werden kann. Weitere Informationen zur Veranstaltung bei www.bettnaessen.ch und Infotelefon 0800 877 000.

Während der Kreis der Unterstützer wächst, wird die Initiative durch die Zürcher Campaigning-Agentur 4C, durch die Ferring AG, verschiedene Apotheken und Kinderärzte in der ganzen Schweiz, durch Bildung Schweiz, den Verband Kindergärtnerinnen Schweiz, den Schweizerischen Samariterbund, die Pfadi Schweiz, Cevi Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz, BESJ Schweiz sowie die Bluewin AG unterstützt.


Hinweis für Medienschaffende
Dr. med. König und Dr. med. Wetzel stehen Ihnen gerne für Interviews zur Verfügung.


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	mit freundlicher Unterstützung:
Ferring Farmaceuticals