Medienmitteilung der Aktion "Trockene Nächte für tolle Tage"18. Juni 2002
Aktionsmonat Bettnässen: Anti-Tabu-Kampagne weitet sich aus
Brig/Wetzikon. Der Aktionsmonat zum Thema «Bettnässen» der beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. med. Stephan König aus Brig und Dr. med. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon stösst auf grosses Interesse. Nicht nur verschiedene Medien helfen, das Problem zu thematisieren. Viele Organisationen von Jugendverbänden über Elternberatungen bis hin zum Schweizerischen Samariterbund haben sich der Aktion angeschlossen.
Es steht schlecht ums Tabu, das auf dem Bettnässen lastet. Denn endlich erhält das Thema seinen gerechten Platz in der öffentlichen Diskussion. Zählt das nächtliche Einnässen ab 5 Jahren doch zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen von Heranwachsenden. Jedes 10. Kind im Alter von 5 bis 10 Jahren ist betroffen! Unbehandeltes Bettnässen kann für die betroffenen Kinder zu psychischen Folgeschäden wie sozialer Isolation, Verhaltensstörungen, Versagerängsten und schulischer Leistungsschwäche führen. Das grosse Schweigen darüber stellt deshalb einen eigentlichen Skandal dar.
Um dem Tabu und seinen schwerwiegenden Folgen entgegenzutreten, haben die beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. med. Stephan König aus Brig und Dr. med. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon Ende Mai zum Aktionsmonat aufgerufen. Dr. König ist überzeugt: «Vielen wäre geholfen, wenn die betroffenen Kinder und deren Eltern sich trauen würden, offen über das Problem zu sprechen und einen Arzt zu konsultieren.»
Die Resonanz ist gross. Im Laufe des Aktionsmonats haben sich folgende Organisationen und Unternehmen für die Aktion engagiert: verschiedene Apotheken und Kinderärzte in der ganzen Schweiz, Bildung Schweiz, Verband Kindergärtnerinnen Schweiz, Schweizerischer Samariterbund, Pfadi Schweiz, Cevi Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz, BESJ Schweiz, Pfadi Winterthur Handball, Bluewin AG, 4C Campaigning and Crisis Communications Consulting GmbH, Ferring AG, Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern.
Zur Veranstaltung «Bettnässen
und endlich reden wir darüber!» am 26. Juni im Verkehrshaus Luzern haben sich bereits über 60 Personen angemeldet. Darunter betroffene Familien, aber auch Vertreter/innen von Kinder- und Jugendorganisationen, Elternverbänden und medizinischen Berufen. Sie werden weitere Möglichkeiten diskutieren, wie das Tabu, das auf dem Thema lastet, endlich gebrochen werden kann.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.bettnaessen.ch oder übers Infotelefon 0800 877 000.