Medienmitteilung der Aktion "Trockene Nächte für tolle Tage"25. Juni 2002
Aktionsmonat Bettnässen Ärzte thematisieren ein Tabu
Brig/Bettnässen Ein erfolgreicher Aktionsmonat geht zu Ende
Luzern. Rund 100 Teilnehmer/innen, darunter Betroffene, Kindergärtnerinnen, Lehrer, Vertreter von Jugendorganisationen und aus medizinischen Berufen, aus der ganzen Deutschschweiz treffen sich am Mittwoch, 26. Juni 2002 zur Veranstaltung «Bettnässen
und endlich reden wir darüber!» im Verkehrshaus Luzern. Die Veranstaltung bildet den Schlusspunkt des Aktionsmonats zum Thema «Bettnässen» der beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. med. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon und Dr. med. Stephan König aus Brig.
Rund 80000 Kinder und Erwachsene leiden in der Schweiz an Bettnässen. Rund jedes zehnte Kind im Alter zwischen 5 und 10 Jahren ist betroffen. Wie man weiss, kann nicht- oder falsch behandeltes Bettnässen zu schweren psychischen Veränderungen beim Kind und Erwachsenen führen.
Wegen des starken Tabus und falschen Vorurteile erhalten viele Betroffene nie ärztliche Hilfe. Dagegen wollten die beiden Kinder- und Jugendärzte Dr. Stephan König aus Brig und Dr. Jean-Claude Wetzel aus Wetzikon etwas unternehmen und riefen Ende Mai zum Aktionsmonat auf. Den Schlusspunkt zu diesem Aktionsmonat bildet am Mittwoch, 26. Juni 2002 die Veranstaltung «Bettnässen
und endlich reden wir darüber!» im Verkehrshaus Luzern.
Ihren Aktionsmonat werten die beiden Kinder- und Jugendärzte als überraschenden Erfolg. «Wir sind auf viel grössere Resonanz gestossen als wir uns erhofft hatten», meint etwa Dr. Wetzel, der von vielen Medien um Interviews angefragt wurde. Rund 2000 Besucher waren bisher während des Aktionsmonats auf der Internet-Seite «www.bettnaessen.ch». Verschiedene Organisationen von der Pfadi bis zum Schweizerischen Samariterbund haben die Aktion ebenfalls unterstützt.
Die Kinderärzte wünschen sich, dass Bettnässen ein Thema bleibt und weiter enttabuisiert werden kann. Soweit, dass sich eines Tages die betroffenen Kinder für ihr Problem «so wenig schämen müssen, wie Kinder die eine Brille tragen.»